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Basis-Information zur Türkei

Amtssprache Türkei

Türkisch

Hauptstadt Türkei

Ankara

Staatsform Türkei

Parlamentar. Republik

Regierungsform Türkei

Parlamentar. Demokratie

Staatsoberhaupt Türkei

Abdullah Gül

Regierungschef Türkei

Recep Tayyip Erdoğan

Fläche Türkei

783.562 km²

Einwohnerzahl Türkei

71.517.100

Bevölkerungsdichte

87,8 Einw. pro km²

Währung Türkei

Türk Lirası

Gründung Türkei

29. Oktober 1923

Nationalfeiertag Türkei

29. Oktober

Ländervorwahl Türkei

+90

Quelle: Wikipedia


Arbeitserlaubnis in der Türkei

Wer benötigt welche Arbeitserlaubnis?

In der Türkei unterscheidet man unterschiedliche Formen der Arbeitsgenehmigungen. In der Folge erfahren Sie, welche für Sie gegebenen falls in Frage kommt.

Befristete Arbeitserlaubnis

Die befristete Arbeitserlaubnis gilt bei Erstanträgen und wird für einen bestimmten Beruf in einem bestimmten Unternehmen für höchstens ein Jahr erteilt. Nach einer einjährigen Beschäftigung kann sie dann um bis zu drei Jahre verlängert werden (bei gleichem Betrieb und Beruf). Nach drei Jahren kann eine betriebsunabhängige Verlängerung bis zu sechs Jahren erfolgen, allerdings in demselben Beruf.

Unbefristete Arbeitserlaubnis

Die unbefristete Arbeitserlaubnis wird erteilt, wenn sich der Ausländer seit mindestens acht Jahren in der Türkei rechtmäßig und ununterbrochen aufgehalten hat – oder wenn er sechs Jahre lang rechtmäßig eine Beschäftigung ausgeübt hat. Sie unterliegt keinen betrieblichen, beruflichen und regionalen Beschränkungen.

Arbeitserlaubnis für Selbstständige

Selbstständige müssen eine spezielle Arbeitserlaubnis beantragen. Laut Gesetz können sie sie erhalten, wenn sie seit fünf Jahren legal und ohne Unterbrechung in der Türkei einen Wohnsitz haben. Die Durchführungsverordnung (Art. 36) sieht jedoch weitere Voraussetzungen vor: So muss die betreffende Tätigkeit mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung einen „Mehrwert“ schaffen und die Beschäftigung positiv beeinflussen.

Arbeitserlaubnis für Schlüsselpositionen

Diese Arbeitserlaubnis gilt für Personen, die in Schlüsselpositionen bei ausländischen Investitionen eingesetzt sind. Sie kann nicht mit der Begründung abgelehnt werden, dass diese Position von einem Türken mit vergleichbaren Qualifikationen besetzt werden könnte.

Ausländer, mit türkischen Staatsangehörigen verheiratet

Ausländer, die mit türkischen Staatsangehörigen verheiratet sind und in ehelicher Gemeinschaft leben, können eine Sonderarbeitserlaubnis erhalten. Das gilt übrigens auch für geschiedene Ausländer und deren Kinder aus der früheren Ehe mit dem ehemaligen türkischen Ehepartner. Voraussetzung für die Vergabe einer Arbeitserlaubnis an geschiedene ausländische Ehepartner ist, dass sie mindestens drei Jahre mit einem türkischen Staatsangehörigen verheiratet waren und sich weiter gewöhnlich in der Türkei aufhalten.

Grundsätzlich dürfen Ausländer (ob verheiratet oder nicht) keine Arbeit ohne eine Arbeitserlaubnis (und nie ohne Aufenthaltstitel) aufnehmen. Auch wenn sie bereits im Besitz einer Aufenthaltsgenehmigung sind, berechtigt das nicht automatisch zum Arbeiten. Dafür ist auf jeden Fall eine eigene Arbeitsgenehmigung erforderlich. Die türkischen Behörden führen seit einiger Zeit verstärkte Kontrollen durch. Werden Ausländer ohne gültige Papiere erwischt, müssen sie mit rechtlichen Konsequenzen und satten Geldbußen rechnen.

Zu bedenken ist, dass es dem eigenen Schutz der Arbeitnehmer dient, wenn sie gültige Arbeitspapiere besitzen. Denn ohne sie können sie keinerlei Rechtsansprüche gegenüber Arbeitgebern geltend machen. Die Arbeitserlaubnis beantragt man bei der türkischen Auslandsvertretung (Botschaft oder Konsulat) am Wohnort oder direkt beim türkischen Arbeits- und Sozialministerium (Çalişma ve Sosyal Güvlenik Bakanliği).

Für den Antrag ist eine mindestens sechs Monate gültige Aufenthaltserlaubnis erforderlich. Bei der Genehmigung berücksichtigen die türkischen Behörden auch die Art der angestrebten Arbeit sowie die Qualifikationen und berufliche Eignung. Diese müssen durch amtliche Bescheinigungen, etwa ausgestellt von der Berufskammer, belegtwerden. Die Arbeitserlaubnis wird nicht personen-, sondern immer nur arbeitsplatzbezogen vergeben. Sie erlischt in dem Moment, in dem der „genehmigte“ Arbeitsplatz nicht mehr existiert – sei es durch Kündigung oder Vertragsende. Grundsätzlich muss der potenzielle türkische
Arbeitgeber dabei nachweisen, dass es für die Stelle einen adäquaten inländischen Kandidaten gibt. Erst auf dieser Grundlage kann das Verfahren gegen Vorlage diverser Unterlagen (zum Beispiel Konsulargenehmigung, Reisepass, beglaubigte Wohnsitznahme, mehrere Passfotos, ausgefülltes Antragsformular in vierfacher Ausführung) angestoßen werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage der Deutschen Botschaft in Ankara (www.ankara.diplo.de > Rechts- und Konsularangelegenheiten > Leben und Arbeiten in der Türkei).

Quelle: Bundesagentur für Arbeit (Stand 2007)