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Basis-Information zur Türkei

Amtssprache

Türkisch

Hauptstadt

Ankara

Staatsform

Parlamentarische Republik

Regierungsform

Parlamentarische Demokratie

Staatsoberhaupt

Staatspräsident Abdullah Gül

Regierungschef

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan

Fläche

783.562 km²

Einwohnerzahl

71.517.100 (Dezember 2008)

Dichte

87,8 Einwohner pro km²

Währung

Türk Lirası

Gründung

29. Oktober 1923

Nationalfeiertag

29. Oktober

Telefonvorwahl

+90

 Quelle: Wikipedia


Grundbuchgesetz der Türkei

Änderungen und Inhalte aus dem türkischen Grundbuchgesetz

Eine wesentliche Änderung im Grundbuchgesetzt ist seit dem 29.12.2005 beschlossen und wurde am 06.01.2006 vom Staatspräsident genehmigt. Die Änderungen tragten rückwirkent zum 26.07.05 in Kraft.

Gegenseitigkeitsprinzip

Es wurde das so genannte Gegenseitigkeitsprinzip eingeführt, das im Wesentlichen die Gleichstellung von Ausländern mit sich bringt.

Türkische Staatsbürger und juristische Personen (z.B. Gesellschaften) müssen in dem jeweils anderen Land dieselben Rechte zum Erwerb von Immobilien haben. Bei der Feststellung der Gegenseitigkeit wird sowohl die rechtliche Lage als auch die rechtliche Praxis in dem jeweiligen Land berücksichtigt. Daher müssen unsere Leser, die in der Türkei Immobilien erwerben möchten, in erster Linie sich informieren, ob türkische Staatsangehörige in ihrem Land Immobilien erwerben dürfen.

Flächenbegrenzung

Natürliche Personen (Privatpersonen) aus dem Ausland dürfen bis zu 2,5 Hektar Grundstücksfläche bzw. Nutzungsrechte an 2,5 Hektar Grundstücksfläche erwerben. Die Nutzungsrechte beziehen sich sowohl auf das Bewohnen von Immobilien als auch auf allgemeine gewerbliche Zwecke. Im Einzelfall und auf Antrag kann die  Grenze bis auf 30 Hektar erhöht werden.

Städtischer Bebauungsplan

Ausländische natürliche und juristische Personen können nur in Gebieten Eigentum und Nutzungsrechte erwerben, die über einen städtischen Bebauungsplan freigegeben wurden. Bei der Einrichtung des Grundpfandrechts gelten diese Einschränkungen nicht.

Ausländische Gesellschaften

Ausländische Gesellschaften, die im Ausland gegründet wurden, dürfen nur im Rahmen einer Sondergesetzgebung in der Türkei Immobilieneigentum oder Nutzungsrechte erwerben: 

  • Gesetz zur Forderung des Tourismus,
  • Gesetz für Industriegebiete oder
  • Erdölgesetzt

Ausländische Vereine, Stiftungen, Genossenschaften , Gemeinden und Fonds hingegen dürfen kein Immobilieneigentum erwerben.

Verbotsgebiete

In vereinzelten Regionen dürfen ausländische natürliche und juristische Personen kein Immobilieneigentum oder Nutzungsrechte erwerben:

  • Agrar- und Minengebiete,
  • Bewässerungsgebiete,
  • Naturschutzgebiete,
  • Energieproduktionsgebiete,
  • Kulturell oder religiös besonders geprägte  Regionen,
  • strategisch wichtige Gebiete ( z. B. militärisches Sperrgebiet).

Quotenregelung

Quotenregelung zum Immobilienerwerb durch Ausländer:
Die genannten Quoten beziehen sich  auf Städte und Gemeinden. Die Quote an Immobilien, die Ausländer erwerben können, darf  %0,5 nicht überschreiten. Diese Quote gilt nur für natürliche Personen.  Wurden von natürlichen Personen Immobilien erworben, die diese Quote überschreiten lassen,  müssen diese Immobilien wieder veräußert werden.

Rückwirkende Folgen

Immobilien- und Nutzungsrechterwerb der vor dem 26.07.05 erfolgt ist und sich unter in so genannten Verbotsgebieten (s. o.) befinden, werden grundsätzlich verstaatlicht. Der Inhaber wird jedoch mit dem Zeitwert entschädigt. Für die Quotenregelung ist anzunehmen, dass sie rückwirkend wie folgt angewendet wird: Fand die Eigentumsübertragung von dem 26.07.05 statt und war zu diesem Zeitpunkt die Quote bereits überschritten, werden die Immobilien nicht verstaatlicht. Neue Übertragungen an Ausländer sind dann jedoch ausgeschlossen.